Wie Sie mit Retainern den Umsatz Ihrer Agentur planbarer machen

Erfahren Sie, wie Retainer Agenturen dabei helfen, planbare Umsätze aufzubauen und langfristige Kunden zu binden. Erhalten Sie praxisnahe Schritte zur Umsetzung.

Sprechen wir über den Elefanten in der Gewinn- und Verlustrechnung jeder Agentur: unvorhersehbare Einnahmen. In einem Monat sind Sie voll ausgebucht. Kunden rufen an, Rechnungen werden geschrieben und das Team ist voll ausgelastet. 

Und im nächsten Monat? Ist es ruhig. Zu ruhig. Sie verbrennen Geld für Ads, jagen Leads hinterher, haken bei unbezahlten Rechnungen nach und fragen sich, wie Sie die Gehälter bezahlen sollen. Diese Achterbahnfahrt belastet den Cashflow und ruiniert die Moral Ihres Teams, Ihre Planungssicherheit, Ihre Skalierbarkeit sowie Ihr langfristiges Wachstum.

Eine gute Lösung für viele Agenturen ist der Wechsel von einem projektbasierten Finanzmodell zu einer durch Retainer gesicherten Stabilität.

In diesem Leitfaden erklären wir, warum wiederkehrende Umsätze Ihnen Verschnaufpausen verschaffen, wie Sie Retainer gestalten, die Kunden wirklich wollen, und welche Fehler Sie vermeiden sollten, wenn Retainer neu für Sie sind. 

TL;DR – Wie Sie mit Retainern die Umsätze Ihrer Agentur planbarer machen

  • Retainer sind monatliche Servicevereinbarungen, die für planbare Umsätze und langfristigen Kundenwert sorgen. Sie glätten Einnahmeschwankungen, vereinfachen die Planung und stärken die Kundenbeziehungen.
  • Vorteile: Konstanz, schnelleres Umsetzen, tiefere Kundenbeziehungen und bessere Ressourcenplanung.
  • Wichtige Tipps:
  • Definieren Sie klare Leistungen (z. B. SEO, Einträge, Bewertungen) 
  • Wählen Sie das passende Preismodell (Festpreis, gestaffelt oder nutzungsbasiert)
  • Geben Sie Verlängerungskonditionen an
  • Fokussieren Sie sich auf den Kundennutzen (Geschwindigkeit, Klarheit, Konstanz)
  • Entkräftung von Einwänden durch Testphasen und visuelle Fahrpläne
  • Vermeiden Sie vage Formulierungen wie „Unterstützung“ oder „sichtbares Wachstum“
  • Setzen Sie auf Performance-Reporting. Zeigen Sie echte Ergebnisse mithilfe von Tools wie Synup, Dashboards oder Videos
  • Integrieren Sie immer Reporting sowie klare Regelungen zu Umfang und Kündigung
  • Nutzen Sie Tools wie Synup, um Ergebnisse transparent zu machen und Retainer souverän zu skalieren.

Das Retainer-Modell verstehen

Im Grunde ist ein Retainer eine vertragliche Vereinbarung, bei der Ihre Agentur fortlaufend – meist monatlich – Leistungen gegen eine feste Gebühr erbringt.

Anders als einmalige Projekte sorgen Retainer für einen planbaren Cashflow. Das verschafft Ihnen Raum für Neueinstellungen, vorausschauende Planung und nimmt die Hektik aus dem Agenturalltag.

Darum schneiden Agenturen, die auf Retainer-Modelle setzen, besser ab:

  • Stabilität: Sie müssen nicht jede Woche Anzahlungen hinterherjagen oder auf Freigaben warten.
  • Stärkere Kundenbeziehungen: Sie sind kontinuierlich eingebunden – nicht nur, wenn es brennt oder Budgets neu vergeben werden.
  • Strategisches Wachstum: Retainer ermöglichen langfristige Planung – von quartalsweisen Roadmaps über A/B-Testzyklen bis hin zu Content-Pipelines.
  • Bessere Ressourcenplanung: Wenn Sie wissen, welche Einnahmen bevorstehen, können Sie Kapazitäten, Tools und Mitarbeiter gezielt einteilen.

Wenn Sie also immer noch nach dem Schema „Wir stellen die Rechnung, sobald das Logo fertig ist“ arbeiten, ist es vielleicht an der Zeit, Ihr Modell zu überdenken.

Typische Missverständnisse über Retainer

  1. „Kunden wollen keine Retainer“: Doch, das tun sie – sobald sie den Mehrwert verstehen. Kunden wünschen sich kontinuierliche Ergebnisse, schnelle Umsetzung und ein Team, das ihr Geschäft kennt. Ein Retainer klärt Erwartungen und sorgt für eine reibungslose Zusammenarbeit.
  2. „Retainer bedeuten weniger Flexibilität“: Falsch. Ein durchdachter Retainer umfasst einen festen Leistungsumfang plus ein flexibles Kontingent. Das könnten etwa 20 Stunden für Kernaufgaben und 5 Stunden für spontane Bedarfe sein. Flexibilität ist integriert, aber klar definiert.
  3. „Das schaffen nur große Agenturen“: Bei Retainern geht es nicht um die Größe, sondern um Prozessreife. Wenn Ihre Agentur Leistungen definieren, Zeiten erfassen und Ergebnisse berichten kann, können Sie Retainer anbieten – egal, ob Sie zu dritt oder zu dreißigst sind.
  4. „Retainer fesseln uns an langweilige Aufgaben“: Nicht, wenn Sie sie richtig positionieren. Retainer funktionieren am besten, wenn sie an Ergebnisse statt an bloßen Output gekoppelt sind – etwa Lead-Generierung, Social Engagement oder SEO-Sichtbarkeit anstelle von „X Blogbeiträge und Y Designs“.

Sind Retainer immer die richtige Wahl?

Kurze Antwort: Nein. Aber sie eignen sich wahrscheinlich für mehr Kunden, als Sie denken.

Retainer funktionieren am besten, wenn:

  • Ihre Dienstleistungen fortlaufend oder zyklisch sind (z. B. SEO, Reputation Management, Content-Marketing, Paid Ads).
  • Kunden langfristige Ziele verfolgen, die eine kontinuierliche Umsetzung erfordern.
  • Sie bereits Vertrauen aufgebaut haben und der Kunde bereit ist, in kontinuierlichen Mehrwert zu investieren.

Sie funktionieren nicht, wenn:

  • der Leistungsumfang unklar ist oder sich ständig ändert.
  • Sie Ihre Prozesse oder Lieferzeiten noch nicht erprobt haben.
  • Sie oder der Kunde die Beziehung als rein transaktional betrachten.

Wenn Sie unsicher sind, starten Sie mit einem 3-monatigen Test-Retainer. Das senkt die Hürde, gibt beiden Seiten Zeit zur Eingewöhnung und öffnet die Tür für spätere Upsells.

So strukturieren Sie eine solide Retainer-Vereinbarung

Planbare Umsätze sind der Traum jeder Agentur, doch ohne die richtige Retainer-Struktur platzt dieser Traum schnell. 

Wie bauen Sie also einen Retainer auf, der für Sie und Ihre Kunden funktioniert? 

Leistungsumfang: Präzise sein oder bereuen

Definieren Sie zu Beginn genau, was Sie tun – und was Sie nicht tun.

Nehmen wir an, ein Kunde beauftragt Sie für „Social-Media-Unterstützung“. Nach einer Woche fordert er tägliche Reels, Antworten auf Kundenanfragen und Full-Funnel Paid Ads. Sie dachten an fünf Posts pro Woche – der Kunde sieht in Ihnen seine 24/7-Marketingabteilung.

Deshalb ist der Leistungsumfang alles.

Nutzen Sie konkrete Leistungspakete wie:

  • „12 Instagram-Posts pro Monat (inkl. Grafiken + Captions)“
  • „Zwei Korrekturschleifen pro Leistung“
  • „Wöchentlicher 30-minütiger Check-in-Call via Zoom“

Listen Sie auf, was enthalten ist und was nicht. Das verhindert spätere unangenehme Gespräche wie: „Ich dachte, Landingpages gehören dazu?“

Profi-Tipp: Fügen Sie eine Klausel für Leistungen außerhalb des Umfangs ein. Beispiel: „Texterstellung für Paid Ads ist nicht enthalten und wird separat angeboten.“

Preisstruktur: Festpreis, Gestaffelt oder Nutzungsbasiert?

Ihre Preise sollten den Mehrwert widerspiegeln, den Sie liefern, sowie den Aufwand, den es erfordert. Es gibt drei gängige Modelle:

  1. Fester Monatspreis

Ideal, wenn das Arbeitsaufkommen konstant bleibt. Zum Beispiel: „Sie erhalten 4 Blogbeiträge, 2 Newsletter und grundlegende SEO-Unterstützung für 2.500 $/Monat.“

Das ist einfach, transparent und ideal für langfristige Content-Retainer oder die laufende Website-Wartung.

  1. Gestaffelte Pakete

Bieten Sie Kunden Flexibilität, ohne die Kontrolle zu verlieren. Zum Beispiel:

  • Starter: 2 Beiträge + 1 Bericht
  • Growth: 4 Beiträge + 2 Berichte + Strategiegespräch
  • Scale: Vollständiger Redaktionsplan, Umsetzung und Analytics-Dashboard

Das fühlt sich an wie eine Menüauswahl – und Kunden schätzen Optionen.

  1. Nutzungsbasiert oder Stundenkontingent

Besser geeignet, wenn das Arbeitsaufkommen monatlich schwankt. Verkaufen Sie beispielsweise ein Stundenpaket (z. B. 20 Stunden/Monat zu 150 $/Stunde). Kunden nutzen, was sie brauchen, nicht genutzte Stunden verfallen jedoch am Monatsende.

Egal welches Preismodell Sie wählen: Berechnen Sie nicht nur reine Arbeitszeit. Berechnen Sie Ergebnisse. Wenn Sie Leads generieren, hochkonvertierende E-Mails schreiben oder Local SEO optimieren, kalkulieren Sie wie ein Partner, nicht wie ein reiner Auftragsabwickler.

Tipp: Stellen Sie unabhängig vom Preismodell sicher, dass der Abrechnungsprozess unkompliziert ist. Investieren Sie Zeit in ein System, das für Sie und Ihre Kunden reibungslos funktioniert.

Laufzeit & Verlängerung: Von Anfang an klare Grenzen setzen

Hier patzen zu viele Agenturen. Setzen Sie nicht auf unbefristete Retainer nach dem Pay-as-you-go-Prinzip. Das ist im Grunde nur ein unübersichtliches Projekt.

Legen Sie eine klare Laufzeit fest.

  • Mindestens 3 Monate, um ersten Mehrwert zu beweisen
  • 6 oder 12 Monate für größere Ziele wie Markenaufbau oder Lead-Generierung

Definieren Sie außerdem:

  • Konditionen für die automatische Verlängerung
  • Kündigungsfrist (meist 30 Tage) für beide Seiten
  • Was passiert, wenn sich der Kunde nicht mehr meldet (ja, das kommt vor)

Vermeiden Sie E-Mails wie „Wir pausieren das erst einmal“ kurz bevor Ihre Rechnungen fällig werden.

Leistungskennzahlen und Reporting: Mehrwert belegen 

Was man nicht misst, kann man nicht steuern – das gilt auch für Ihre Kunden. Seien Sie transparent bei:

  • Worüber Sie berichten
  • Wie oft Sie Ergebnisse teilen
  • Wie Erfolg aussieht

Beispiel: Wenn Ihr Retainer SEO-Dienstleistungen umfasst, definieren Sie Ziele wie organisches Traffic-Wachstum, Ranking-Verbesserungen oder Klickraten.

Nutzen Sie Dashboards wie Google Looker Studio, AgencyAnalytics oder die Tools von Synup, um Ihren Mehrwert zu veranschaulichen. Versenden Sie nicht nur ein PDF, sondern besprechen Sie es gemeinsam. Berichte sollten Gespräche anstoßen, statt sie zu beenden.

Zum Beispiel:

  • Wenn Sie SEO betreuen, tracken Sie Keyword-Entwicklungen, Website-Traffic und Klicks
  • Wenn es um lokales Marketing geht, zeigen Sie, wie Synup dabei geholfen hat, lokale Rankings, Bewertungen oder Interaktionen auf dem Google-Profil zu verbessern
  • Schalten Sie bezahlte Anzeigen? Teilen Sie ROAS, Lead-Konvertierungen und Kosten pro Ergebnis mit

Nutzen Sie Screenshots, Dashboards und kurze Loom-Videos, um Berichte zu erläutern. Die meisten Kunden lesen kein 7-seitiges PDF, schauen sich aber ein 2-minütiges Video an, das erklärt, warum sich die Leads im letzten Monat verdoppelt haben.

Vereinbaren Sie außerdem vorab, wie Erfolg aussieht. „Bessere Sichtbarkeit“ bedeutet nichts, solange Sie nicht definieren, was genau damit gemeint ist.

Kündigungsklausel: Die Beziehung (und sich selbst) schützen

Sie werden Traumkunden haben. Und Sie werden solche haben, die plötzlich abtauchen, jedes Wort auf die Goldwaage legen oder am 29. Tag ihr Geld zurückfordern. Ein klarer Ausstiegsplan schützt beide Seiten.

Das gehört hinein:

  • 30 Tage schriftliche Kündigungsfrist zur Beendigung der Vereinbarung
  • Keine Rückerstattungen für bereits erbrachte Leistungen
  • Pausierungsklausel: Verzögert der Kunde Freigaben oder Materialien um mehr als X Tage, wird der Retainer pausiert
  • Mahngebühren: Ja, auch diese. Zeit ist Geld.

Das schützt beide Parteien. Betrachten Sie Ihren Retainer wie eine Partnerschaft auf Augenhöhe – eine Art Ehevertrag für Geschäftsbeziehungen. Sie brauchen einen Ausweg, falls es doch nicht klappt.

Vorlagen und Praxisbeispiele

Schreiben Sie Verträge nicht um 2 Uhr nachts von Grund auf neu. Hier sind erprobte Vorlagen für Retainer-Verträge, speziell für Agenturen und Freelancer:

  1. Kostenlose Retainer-Vertragsvorlage – Unkompliziert und anpassbar. Ideal für Einzelberater oder kleine Agenturen.
  2. Retainer-Vertragsvorlage (PandaDoc) – Enthält Abschnitte zu Leistungsumfang, Zahlungen, Verlängerungen und geistigem Eigentum.
  3. Kostenlose monatliche Retainer-Vorlage von Bonsai – Ideal, wenn Sie jeden Monat unterschiedliche Leistungen anbieten. Perfekt für Content-, Design- oder Entwicklerteams.

Passen Sie die Vorlagen an. Setzen Sie nicht einfach Ihren Namen ein und schicken Sie das Dokument ab. Stimmen Sie Formulierungen, Liefergegenstände und Konditionen individuell ab. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Vertrag von einem Fachanwalt prüfen. Die Gelassenheit ist es wert.

Retainer verkaufen: Strategien zur Kundenkonvertierung

Haben Sie schon einmal einen Retainer gepitcht und die Antwort erhalten: „Lassen Sie uns erst einmal ein Einzelprojekt machen“? Die meisten Kunden sind nicht auf Anhieb begeistert davon, monatlich für etwas zu zahlen, das sie nicht vollständig verstehen.

Es ist also Ihre Aufgabe, das zu ändern, indem Sie zeigen, dass ein Retainer keine Ausgabe ist. Er ist eine Investition in Kontinuität, Strategie und Geschwindigkeit.

So gelingt es Ihnen.

Starten Sie mit dem Warum – aus Sicht des Kunden

Kunden denken nicht an Ihren Wunsch nach planbarem Umsatz. Sie denken an ihre Probleme. Zum Beispiel:

  • „Wir haben nie Zeit, unser SEO zu optimieren.“
  • „Unsere Einträge sind veraltet, aber niemand kümmert sich darum.“
  • „Wir wollen mehr Bewertungen, aber uns fehlt ein System.“

Setzen Sie genau dort beim Pitch an. Starten Sie mit den Schmerzpunkten, die Ihnen bereits genannt wurden. Positionieren Sie den Retainer dann als Lösung, bevor diese Probleme teuer werden.

Sagen Sie zum Beispiel:

„Ein Retainer bedeutet, dass Sie nicht jeden Monat bei null anfangen. Ich stehe Ihnen kontinuierlich zur Seite, aktualisiere Ihre Unternehmenseinträge, tracke Ergebnisse und optimiere Inhalte – ohne dass Sie mich jedes Mal neu briefen müssen.“

Dieser Satz bewirkt gleich mehrere Dinge:

  • Es positioniert Sie als Partner, nicht als Dienstleister
  • Es hebt die Zeit hervor, die Ihre Kunden sparen
  • Es lässt die Arbeit proaktiv statt reaktiv wirken

Zeigen Sie, was Ihre Kunden konkret bekommen

Wenn Ihr Retainer nur „Support“ oder „Beratung“ umfasst, ist das zu vage. Kunden kaufen keine Unklarheiten. Werden Sie also konkret. 

Schlüsseln Sie das Angebot in konkrete monatliche Maßnahmen auf. Zum Beispiel:

  • „Wir aktualisieren Ihr Google Business Profile und über 50 Online-Einträge mit Synup.“
  • „Wir übernehmen Ihr Bewertungsmanagement, antworten auf Bewertungen, holen neue ein und analysieren die Kundenstimmung.“
  • „Sie erhalten einen Local SEO-Bericht zu Traffic und Sichtbarkeit sowie ein persönliches Strategiegespräch.“

Machen Sie es anschaulich. Nutzen Sie ein Kalenderformat. Zeigen Sie, was in Monat 1, 2 und 3 passiert. Wenn Kunden die Dynamik sehen, wird der Mehrwert sofort klar.

Und planen Sie immer einen regelmäßigen Abstimmungstermin ein. So stärken Sie die Kundenbeziehung und stellen sicher, dass die Ergebnisse stimmen.

Sprechen Sie über Planbarkeit – aber machen Sie sie greifbar

Vermeiden Sie Phrasen wie „planbare Ergebnisse“. Das klingt nach Floskeln. Bieten Sie stattdessen konkrete Szenarien.

Sagen Sie zum Beispiel:

„Aktuell herrscht Chaos, sobald etwas korrigiert oder aktualisiert werden muss. Sie schreiben fünf Personen und es dauert eine Woche. Ein Retainer löst dieses Problem. Sie schicken es einfach mir – und die Sache ist erledigt. Ohne Verzögerungen und ständiges Nachfragen.“

Oder:

„Anstatt zeitaufwendig Ihrem Google-Eintrag hinterherzulaufen, wenn etwas schiefgeht, erkenne ich Probleme frühzeitig. Genau das ermöglicht fortlaufendes Monitoring.“

Der Schlüssel liegt darin, den Retainer mit Sorgenfreiheit zu verknüpfen – nicht nur mit Leistungsmetriken. Denn die meisten Kunden spüren den Ärger über Verzögerungen und Fehlkommunikation stärker, als dass sie sich für Keyword-Rankings interessieren.

Positionieren Sie das Angebot als kosteneffizient, nicht als billig

Eine weitere Falle: den Retainer damit zu begründen, dass er „günstiger als Einzelprojekte“ sei.

Das mag manchmal stimmen. Es sollte aber keinesfalls wie ein Rabattmodell klingen.

Formulieren Sie es stattdessen so:

„Sie erhalten fortlaufend Updates, Inhalte und Optimierungen zu einem festen Monatstarif. Das bedeutet: keine überraschenden Kosten, keine Einzelabrechnungen und keine Zeitverschwendung für neue Angebote.“

Sie verkaufen keine Ersparnisse. Sie verkaufen Planungssicherheit.

Vergleichen Sie die Kosten außerdem mit etwas Bekanntem. Sagen Sie zum Beispiel:

„Sie geben wahrscheinlich mehr für einen einzelnen gesponserten Beitrag aus als für 30 Tage Local SEO und Bewertungsmanagement. Aber was baut langfristig Vertrauen auf?“

Das überzeugt mehr als jede Preistabelle.

Typische Einwände gekonnt entkräften

So begegnen Sie den häufigsten Bedenken – natürlich und überzeugend:

„Wir möchten das erst einmal testen.“

Ihre Antwort:

„Völlig verständlich. Genau deshalb starten wir mit einer dreimonatigen Testphase. Das ist ausreichend Zeit, um Veränderungen bei lokaler Sichtbarkeit, Bewertungsvolumen oder Traffic zu messen. Ende jedes Monats erhalten Sie einen detaillierten Fortschrittsbericht, damit Sie genau sehen, was funktioniert.“

„Was ist, wenn sich unsere Anforderungen jeden Monat ändern?“

Ihre Antwort:

„Dann passen wir die Leistungen an. Sie wissen jeden Monat genau, was enthalten ist – und wir stimmen die Prioritäten gemeinsam ab. Sie legen sich nicht auf starre Aufgaben fest, sondern sichern sich kontinuierlichen Fortschritt.“

„Was ist, wenn wir die gebuchte Zeit nicht voll ausschöpfen?“

Ihre Antwort:

„Nicht genutzte Zeit ist kein verlorener Wert. Ich nutze diesen Spielraum, um Bestehendes weiter zu optimieren – zum Beispiel durch die Überarbeitung älterer Einträge, das Testen von Metadaten oder die Feinabstimmung Ihrer Antwortstrategie für Bewertungen.“ Hier ist ein weiterer Lösungsansatz:

Quelle: Reddit

Sie beweisen Flexibilität, ohne ungewollter Leistungsausweitung Tür und Tor zu öffnen.

Was Sie in das Verkaufsgespräch mitnehmen sollten

Sie werden mehr Retainer-Verträge abschließen, wenn Sie das Verkaufsgespräch eher wie einen gemeinsamen Workshop statt wie einen harten Sales Pitch gestalten.

Bringen Sie daher Nachweise, Erfolgsgeschichten und Demos mit.

  • Zeigen Sie bisherige Ergebnisse: „Dieser Kunde konnte seinen lokalen Traffic mithilfe von Synup und einem schlanken SEO-Retainer innerhalb von 90 Tagen um 28 % steigern.“
  • Teilen Sie einen Beispielplan: „So könnten Ihre ersten 60 Tage aussehen.“
  • Bieten Sie eine kurze Video-Analyse dazu an, wie die Einträge aktuell abschneiden und wie Sie diese optimieren werden.

Lassen Sie Kunden sehen, wie fortlaufender Mehrwert in der Praxis tatsächlich aussieht.

Fazit…

Ein solides Retainer-Modell sorgt nicht nur für planbare Agenturumsätze, sondern führt auch zu besseren Ergebnissen für Ihre Kunden. Ein gutes Modell füllt nicht bloß Ihr Bankkonto: Es verschafft Ihnen den nötigen Freiraum, um sich auf die Strategie zu konzentrieren. Es gibt Ihrem Team Stabilität und Durchatmen. Und es bietet Ihren Kunden einen klaren, messbaren Weg zum Erfolg.

Wenn Sie direkt erfolgreich starten möchten, empfehlen wir Folgendes: 

  • Schnüren Sie Leistungspakete nach Ergebnissen, nicht nach Stunden.
  • Definieren Sie klare Erwartungen bezüglich Umfang, Berichterstattung und Kommunikation.
  • Beginnen Sie mit Kunden, die Ihnen bereits vertrauen, und skalieren Sie von dort aus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Agentur-Retainer? 

Es handelt sich um eine wiederkehrende Abrechnungsvereinbarung, bei der sich Ihre Agentur verpflichtet, monatlich bestimmte Leistungen gegen eine Festgebühr zu erbringen. Es ist wie ein Service-Abonnement mit strategischer Verantwortung.

Wie strukturiert man einen Retainer? 

Teilen Sie ihn in zwei Bereiche auf: Kernleistungen (was jeden Monat enthalten ist) und flexiblen Spielraum (Stunden oder Aufgaben für besondere Anforderungen). Legen Sie zudem stets Meilensteine für Überprüfungen sowie die Berichtsstruktur fest.

Die 10 Erfolgsregeln

1. Finden Sie Ihre Nische

Es ist extrem wichtig, dass Sie Ihre Expertise in einer Nische etablieren, die Sie verstehen, in der Sie lange gearbeitet haben und für die Sie brennen.
Die Grundprinzipien von Local SEO gelten zwar für alle Branchen, unabhängig vom Unternehmenstyp. Wenn Sie die Nische jedoch gut kennen, fällt es Ihnen leichter, Ihren Plan für ein bestimmtes Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Wenn der Inhaber oder Entscheider sieht, dass Sie seine Branche wirklich verstehen, wird er sich Ihnen gegenüber eher öffnen und Vertrauen fassen. Zahnärzte werden kaum beeindruckt sein, wenn Sie ihnen erklären, wie sie ihren Marketingplan für Kunden optimieren können, die nach Kieferorthopäden suchen, oder?
Wenn Sie die Branche verstehen, können Sie Ihr Branchenwissen viel besser zu Ihrem Vorteil nutzen. Außerdem verstehen Sie schneller, wo das Geld liegt. Wenn es eine Nische ist, in der sich Kunden nicht mehr als ein paar hundert Dollar im Monat leisten können, ist es nicht sinnvoll, Ihr gesamtes Serviceportfolio anzubieten. Schließlich führen Sie ein Unternehmen und müssen profitabel sein.
Der enorme Vorteil einer klaren Nischenausrichtung beim Verkauf an lokale Unternehmen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schließlich nutzen selbst große, auf lokale Unternehmen ausgerichtete Vertriebsgesellschaften wie Yodle und ReachLocal branchenspezifische Bewertungen für den Vertrieb.
Lesen Sie, wie Branchenguru Mike Ramsey versucht, ein Millionen-Business für lokales Marketing mit Fokus auf Anwälte aufzubauen.

So finden Sie Ihre Nische:

- Analysieren Sie Ihre bestehenden Kunden. Wenn die Mehrheit aus einer bestimmten Branche stammt, ist es sinnvoll, diese Nische gezielt anzugehen – vorausgesetzt, die Nachfrage ist groß genug.
- Finden Sie heraus, welche Branchen in Ihrer Region Local SEO und Online-Marketing am dringendsten benötigen. Wenn Sie beispielsweise in einer Region mit stark wechselhaftem Wetter tätig sind, sollten Sie Handwerker für Heizung, Lüftung und Klima ansprechen, die vermutlich sehr gefragt sind.
- Wenn alle Stricke reißen, setzen Sie auf die Klassiker: Rechtsberatung, Handwerks- und Friseurdienstleistungen sowie medizinische Leistungen. Diese Branchen sind hervorragende Kandidaten für Local SEO-Dienstleistungen – wählen Sie einfach eine davon aus.

2. Positionieren Sie Ihre Marke

Damit ein Unternehmenseigentümer Ihren Worten vertraut und Kunden Sie weiterempfehlen oder Ihren Rat suchen, muss man Sie kennen. Dafür müssen Sie Vorarbeit leisten, um Ihre Expertise in einer bestimmten Branche oder einem Fachthema zu etablieren. Schließlich sollten Sie als Marketing-Profi mit gutem Beispiel vorangehen und sich selbst vermarkten.
Sie müssen sich eine solide Präsenz aufbauen – sowohl online als auch offline.

#1 – Bauen Sie Ihre eigene Website und eine Social-Media-Followerschaft auf

Sorgen Sie für eine aktive Präsenz auf Facebook, Twitter und Google+; veröffentlichen Sie regelmäßig Updates und reagieren Sie zügig auf Interaktionen. Nutzen Sie Software wie Buffer und HootSuite, um Zeit bei der Verwaltung Ihrer Social-Media-Kanäle zu sparen.

#2 – Nutzen Sie Branchen-Blogs und -Foren

Liefern Sie regelmäßige und leicht verständliche Inhalte in Branchenforen und Blogs, die von Geschäftsinhabern häufig besucht werden. Zeigen Sie echtes Interesse und engagieren Sie sich in der lokalen Handelskammer, bei Netzwerktreffen und Events. Das hilft, Vertrauen und Beziehungen aufzubauen, bevor Sie versuchen, Ihre Dienstleistungen zu verkaufen.
Wenn Sie sich beispielsweise auf Handwerker konzentrieren, empfiehlt es sich, Foren wie Contractor Talk regelmäßig zu besuchen. Es gibt zahlreiche Online-Foren für spezifische Branchen, in denen Sie mit potenziellen Kunden in Kontakt treten können. Suchen Sie einfach bei Google nach relevanten Foren für Ihre Zielbranche.

#3 – Arbeiten Sie daran, ein "Thought Leader" zu werden

Der heilige Gral im Local SEO-Marketing besteht darin, als "Thought Leader" wahrgenommen zu werden – als jemand, dessen Inhalte häufig geteilt werden. Dies kann zu einem starken Anstieg der Neukundenanfragen führen und dazu beitragen, dass Sie regelmäßig mehrere neue Kunden pro Woche gewinnen.

i. Erstellen Sie wöchentlich nützliche Inhalte auf Ihrem Blog. Mit nützlich meinen wir Inhalte, die einem lokalen Unternehmen (Ihrem potenziellen Kunden) helfen, mehr aus seinem Online-Marketing oder Geschäft herauszuholen.
ii. Starten Sie einen Newsletter und bauen Sie eine Verteilerliste mit Unternehmen auf, die von Ihnen hören möchten.
iii. Schreiben Sie Gastbeiträge auf anderen Blogs, um von deren Leserschaft zu profitieren. Das ist ein hervorragender Startpunkt, wenn Ihre eigene Marke noch nicht bekannt ist und Sie eine größere Zielgruppe erreichen wollen.

3. Schließen Sie Partnerschaften

Für kleine Firmen ist es extrem schwer, im Bereich Local SEO alleine erfolgreich zu sein. Sie brauchen Unterstützung, um Ihre Pläne zu entwickeln und umzusetzen. Sie benötigen Designer, Webentwickler, Texter sowie Unterstützung beim Beantworten von Anrufen und E-Mails, um Ihr Geschäft zu sichern und zu skalieren.

Finden Sie gleichgesinnte Partner. Personen mit Fähigkeiten, die Ihre eigenen ergänzen, helfen Ihnen, langfristiges Wachstum zu sichern. Das gibt Ihnen zudem die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und sich auf das zu konzentrieren, was Sie am besten können, anstatt ein Generalist sein zu wollen.

Achten Sie bei Partnerschaften auch darauf, Erfolge und Aufgaben zu teilen – versuchen Sie nicht, alles zu mikromanagen oder überall involviert zu sein. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernkompetenz (z. B. Online-Marketing) und teilen Sie andere Aufgaben (Content, Design etc.) mit anderen. Bauen Sie eine "Mastermind-Gruppe" auf – wenn die Gruppenmitglieder erfolgreich sind, werden auch Sie davon profitieren und gemeinsam wachsen.

5. Lead-Generierung

Verkaufsabschlüsse sind das eine, aber Lead-Generierung ist eine ganz andere Herausforderung. Lead-Generierung ist primär ein Zahlenspiel, bei dem Sie so viele (qualitativ hochwertige) Leads wie möglich gewinnen müssen.

Die Grundregel lautet: experimentieren, nachverfolgen und die Strategie ausbauen, die für Sie funktioniert.

Typische Quellen für Leads sind:

#1 – Kaltakquise per Telefon

Die am häufigsten überstrapazierte Lead-Gen-Strategie überhaupt. Funktioniert für manche, für viele nicht. Das Geheimnis liegt in der Menge, einem guten Leitfaden und der schnellen Übergabe an einen Berater. Wenn Sie Angst vor Ablehnung haben, lassen Sie lieber die Finger davon.

#2 – Mailing-Kampagnen per Post

Entgegen der weit verbreiteten Meinung funktioniert das immer noch. Bei Post-Mailings lohnt es sich, diese etwas zu personalisieren. Gehen Sie einen Schritt weiter und teilen Sie dem Empfänger etwas mit, das er noch nicht weiß.

#3 – Ihre Online-Präsenz

Das Internet optimal zu nutzen, um sicherzustellen, dass Ihr Name für potenzielle Kunden sichtbar ist, ist absolut notwendig. Zu den Maßnahmen gehören:
- Optimierung Ihrer Website
- Beiträge in KMU-Foren
- Empfehlungen

#4 – Der klassische Ansatz

Die Tatsache, dass Menschen die meiste Zeit online verbringen, hat traditionelle Methoden keineswegs obsolet gemacht. Die guten alten, bewährten Methoden, um Ihre Kunden zu erreichen und somit kontinuierlich Leads zu generieren, sind:
- Anzeigen in Online-Verzeichnissen/Zeitungsportalen
- Flyer
- Radiowerbung
- TV-Werbung
- Zeitungsanzeigen

Jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Sie müssen sie ausprobieren, um herauszufinden, was am besten zu Ihren Anforderungen passt.

4. Werden Sie zum Lösungsanbieter

Seien wir ehrlich – wir alle sind skeptisch gegenüber dem gefürchteten Verkaufs-Pitch. Die übertriebenen Versprechungen, die Hyperbeln, das Versprechen des gelobten Landes, das am Ende nicht eingehalten wird.

Bieten Sie Kunden eine Lösung für ihr Problem, anstatt ihnen einen einstudierte Standard-Pitch zu verkaufen.

#1 - Machen Sie Ihre Hausaufgaben über das Unternehmen, bevor Sie in das Gespräch gehen oder ein Angebot versenden

Haben sie eine Website? Wenn ja, ist sie responsive? Sind die Title-Tags optimiert? Wie groß ist das Unternehmen? Wie lange existiert es schon?

Alle diese Informationen sollten Sie recht einfach finden, indem Sie sich die Website des Unternehmens ansehen. Um es sich einfacher zu machen, analysieren Sie die wichtigen Schritte in der Local SEO Checklist, um zu sehen, ob das Unternehmen alles richtig macht.

#2 - Werfen Sie einen Blick darauf, wie das Unternehmen online dasteht, und noch wichtiger, was die Mitbewerber tun

Nichts führt schneller zu einem Verkaufsabschluss, als einem Unternehmensinhaber zu zeigen, was seine Mitbewerber tun und wie ihnen das zu besseren Rankings verhilft. Das veranschaulicht den Punkt mit klaren Beweisen und hilft Ihnen, besser zu verkaufen. Sie können eine Vielzahl von Tools nutzen, um Wettbewerbsdaten zu prüfen, darunter Synup, Ahrefs, Spyfu und SEMRush

#3 - Stellen Sie dem Unternehmensinhaber die wichtigsten Fragen, ohne seine Zeit zu verschwenden

Bevor Sie Zeit und Mühe in die Erstellung eines Angebots investieren, sollten Sie einige Minuten am Telefon verbringen, um die richtigen Fragen zu stellen. Achten Sie darauf, dass Ihre Fragen kurz, prägnant und leicht verständlich sind und keine lange Antwort erfordern. Das Letzte, was Sie tun wollen, ist die Zeit des Inhabers für etwas zu verschwenden, das Sie bereits durch einen Blick auf die Website hätten herausfinden können.

Einige Fragen, die ich in der Pre-Sales-Phase gerne stelle:

- Betreiben sie derzeit Online-Marketing? Haben sie in der Vergangenheit Berater genutzt?

- Welche Ergebnisse haben sie bisher mit Online-Marketing erzielt?

- Welches Budget steht ihnen für Online-Marketing zur Verfügung?

Sie sollten Ihre Fragen danach strukturieren, was Sie für wichtig halten.

#4 - Erstellen Sie ein unkompliziertes, leicht verständliches Angebot

Gliedern Sie alles in Schritte auf, die das Unternehmen mit Ihrer Expertise umsetzen kann, um die Performance zu verbessern. Zeigen Sie dem Unternehmensinhaber Schritt für Schritt, was Sie tun werden, wie lange es dauert und wie es sich auf die Performance auswirken wird.

Das hilft ihm zu verstehen, wie Sie vorgehen werden, und baut zudem unrealistische Erwartungen ab.

Seien Sie direkt und versprechen Sie nur, was Sie auch liefern können. Glauben Sie mir, es hebt Ihre Geschäftsbeziehung auf ein neues Level, wenn Unternehmen wissen, dass Sie ihnen nichts vormachen.

Der Inhaber wird es zu schätzen wissen, dass jemand ehrlich zu ihm ist – im Gegensatz zu 1.000 anderen Anrufern, die alle über Nacht den ersten Platz bei Google versprechen.

6. Kunden stehen an erster Stelle

Jedes Unternehmen hat seine Stärken und individuellen Herausforderungen. Gehen Sie nicht in ein Erstgespräch mit dem Gefühl, die Probleme des Interessenten bereits genau zu kennen. Andernfalls riskieren Sie, den Kunden zu vergraulen, indem Sie nach Problemen suchen, die zu Ihren Dienstleistungen passen, anstatt Lösungen für seine tatsächlichen Herausforderungen zu bieten.

Hören Sie aufmerksam zu, stellen Sie gezielte Fragen und zeigen Sie echtes Interesse an seinem Geschäft, bevor Sie über Geld sprechen. Kunden schätzen es, wenn Sie offen kommunizieren, dass Ihre Leistungen möglicherweise nicht optimal zu ihren Anforderungen passen. Es ist besser, direkt ‚NEIN‘ zu sagen, als das Unvermeidliche hinauszuzögern.

7. Verzichten Sie auf Fachjargon

Wir alle wissen, dass SEO ein komplexer Prozess ist, der Einarbeitung erfordert. Erwarten Sie nicht, dass Ihre Kunden mit den in der Branche üblichen Fachbegriffen vertraut sind.

Verkomplizieren Sie die Dinge nicht mit Begriffen wie robots.txt, XML, Disavow, Penguin, Panda, Pigeon usw. Die meisten Unternehmensinhaber können damit nichts anfangen.

Was zählt, sind "Leads" und "Umsatz". Den Kunden zu erklären, was wir tun, gehört zum Job. Wir müssen jedoch wissen, wo die Grenze liegt – schließlich wollen wir sie nicht zu Spezialisten für Local SEO ausbilden.

8. Diversifizieren Sie Ihre Einnahmen

Der Cashflow ist das Lebenselixier jedes kleinen Unternehmens. Behalten Sie diesen stets im Blick und stellen Sie sicher, dass kein einzelner Kunde mehr als 15 bis 20 % Ihres Gesamtumsatzes ausmacht.

1. Ein einziger Großkunde = schlechte Nachrichten

Der größte Fehler bei der Führung eines Beratungsunternehmens besteht darin, mehr als 50 % des Umsatzes mit einem einzigen Kunden zu erzielen. Viele von uns haben diesen Fehler gemacht und schmerzhaft daraus gelernt. Suchen Sie kontinuierlich nach Möglichkeiten, Ihre Einnahmen auf mehrere Kunden zu verteilen.

Sie sollten nicht zur „Geisel“ eines einzelnen Kunden werden, sondern stets die Freiheit haben, ein Mandat bei Bedarf zu beenden.

2. Zahlungen immer im Voraus verlangen

Es spricht absolut nichts dagegen, Anzahlungen oder Vorkasse zu verlangen. Sie erbringen erstklassige Dienstleistungen und sollten im Voraus bezahlt werden. Wenn Sie ein schlechtes Gefühl dabei haben oder ein Kunde Ihnen bei Vorauszahlungen nicht vertraut, sollten Sie sich von diesem Kunden trennen.

Gewähren Sie Kunden niemals Zahlungsziele oder Kredite. Wenn ein Kunde danach fragt, fragen Sie ihn, ob er selbst für seine Kunden ohne Bezahlung arbeiten würde.

9. Austausch suchen

Selbst Experten benötigen in der sich ständig verändernden Welt von Local SEO gelegentlich Unterstützung. Bei all den Algorithmus-Updates, die Suchmaschinen regelmäßig auf den Markt bringen, lohnt es sich, innezuhalten und sich über die neuesten Entwicklungen in der Branche zu informieren.

Hier sind unsere Top 3 Foren, die von Branchenexperten betrieben und besucht werden und eine enorme Hilfe sein können:

- Linda Buquet's : Local Search Forum

- Max Minzer's : Local Search Google+ Community

- Local U Forum : Treffpunkt führender Branchenköpfe

10. Verkaufen

Nachdem Sie nun wissen, worauf es beim Vertrieb von Local SEO ankommt, müssen Sie Ihr Produkt nur noch verkaufen. Auch wenn das leichter gesagt als getan ist, gibt es einige Punkte, die Ihnen dabei helfen, Woche für Woche erfolgreich Abschlüsse zu erzielen.

1. Ziele setzen

Es gibt keine pauschale Kennzahl für Vertriebsziele, da diese von der Größe Ihrer Agentur abhängt. Ziel jeder Unternehmensgründung ist jedoch Wachstum. Ein ehrgeiziges, aber erreichbares Umsatzziel ist entscheidend, um Ihr Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben. Eine Umsatzsteigerung von 20 % ist ein hervorragender Richtwert, doch die Entscheidung für eine realistische Zielgröße liegt ganz bei Ihnen. Setzen Sie sich ein Ziel, das Ihrem Unternehmen hilft, nachhaltig und zügig zu skalieren.

2. Beziehungen aufbauen

Niemand ist gerne Kunde bei einer Agentur, die einem nicht das Gefühl gibt, höchste Priorität zu haben. Ob mit Partnern oder Kunden: Pflegen Sie vertrauensvolle Beziehungen, damit Kunden sich gerne mit Ihnen identifizieren. Richten Sie zu diesem Zweck ein engagiertes Customer-Success- oder Support-Team ein. Das bedeutet keineswegs, dass Sie sich nicht von schwierigen Kunden trennen sollten, die unbegründete Forderungen stellen oder unhöflich sind. Sortieren Sie diese bei Bedarf aus. Sorgen Sie jedoch dafür, dass Ihre verbleibenden Kunden das sichere Gefühl haben, dass ihr Online-Marketing und Local SEO in besten Händen sind. Das zahlt sich besonders aus, wenn zufriedene Kunden Sie weiterempfehlen. Und weitere Unternehmen bedeuten mehr potenzielle Kunden – und mehr potenzielle Kunden bedeuten mehr Umsatz.

3. Üben

Das mag schlicht klingen, aber kein Experte ist vom Himmel gefallen – es braucht Monate, wenn nicht Jahre an Praxis und Erfahrung. Aus Fehlern zu lernen ist der Schlüssel zur Perfektion, denn Fehlversuche schärfen Ihr Gespür dafür, was im Vertrieb funktioniert und was nicht. Erwarten Sie nicht, allein durch Lesen und Schreiben über das Thema an die Spitze zu gelangen. So hilfreich das auch ist: Der einzige Weg zu echten Vertriebserfolgen ist verkaufen, verkaufen und nochmals verkaufen.