Website und Local SEO

Welche SEO-Metriken wichtig sind und wie Sie sie nachverfolgen

Erfahren Sie, welche SEO-Metriken Sie für sich und Ihre Kunden verfolgen sollten, um die Suchsichtbarkeit zu optimieren. Nutzen Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nachverfolgung.

16 Min. Lesezeit

Welche SEO-Metriken sind wichtig und wie trackt man sie?

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist so umfangreich, dass das Tracking der richtigen Metriken und die Erfolgsmessung schnell überfordernd wirken können. Für Agenturen ist das sogar noch aufwendiger. Wie behalten Sie mit mehreren Kundenkonten und wenig Zeit effektiv den Überblick? Schon die Auswahl der relevanten Kennzahlen ist eine Herausforderung. Kunden erwarten Einblicke in die Fortschritte. Doch wer unachtsam jede erdenkliche Metrik für jeden Kunden trackt, verliert wertvolle Zeit.

Die Lösung? Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Metriken. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die entscheidenden SEO-Kennzahlen vor. Sie erfahren, wie Sie diese nutzen, um Ihren Kunden greifbare Ergebnisse zu präsentieren – ganz ohne unnötige Vanity-Metrics oder stundenlange Tabellenkalkulation.

Außerdem geben wir Ihnen praxiserprobte Tipps an die Hand, wie Sie diese Metriken skaliert über all Ihre Kundenkonten hinweg tracken. So belegen Sie Ihren Kunden Monat für Monat eindrucksvoll den Wert Ihrer SEO-Dienstleistungen.

„Es gibt Früh- und Spätindikatoren (Leading and Lagging Metrics), die man bei jedem SEO-Programm tracken sollte. Zu Beginn verändern sich erst einmal nur die Frühindikatoren. Dazu gehören das Keyword-Volumen (erweitern Sie die Keyword-Basis, statt sich nur auf ein einzelnes Keyword zu konzentrieren), der prozentuale Anteil der Rankings, die sich den Top 10 nähern (unser Benchmark liegt bei 50 % der Ziel-Keywords in den Top 10), Impressionen und Klicks.

Später folgen die Spätindikatoren, die tatsächlich über den Erfolg Ihres Programms entscheiden – und auf die Sie langfristig optimieren wollen (auch wenn das ganz am Anfang noch nicht möglich ist). Dazu zählen Conversion-Rates, Engagement-Rates, Deal-Größen und der generierte Umsatz.“

– Maeva Cifuentes, CEO und Gründerin, Flying Cat Marketing

1. Organischer Traffic

Die Messung des organischen Traffics zeigt das Volumen der Zugriffe über Suchmaschinen. Das hilft Agenturen, die Auswirkung von Optimierungsmaßnahmen zu verstehen und neue Chancen zu erkennen. Sie sollten diese Metrik tracken, um:

  • Den Erfolg Ihres Keyword-Targetings und der Content-Strategien Ihrer Kunden zu bewerten
  • Seiten/Kampagnen zu identifizieren, die die meisten organischen Besuche generieren
  • Ziele und Benchmarks für das organische Wachstum Ihrer Kundenkonten festzulegen.

Wie trackt man organischen Traffic?

Das Tracking des organischen Traffics ist essenziell, um den Erfolg Ihrer SEO-Maßnahmen zu belegen. Hier ist eine Kurzanleitung zur Überwachung dieser wichtigen organischen Besuche:

Richten Sie zuerst Google Analytics korrekt ein. Richten Sie dazu den Tracking-Code auf jeder Seite Ihrer Website ein, damit GA mit der Datenerfassung beginnen kann.

  • Sobald Google Analytics Daten sammelt, können Sie Ihre Berichte auswerten. Der wichtigste Bericht in GA4 ist Akquisition > Traffic-Akquisition > Quelle/Medium. Hier sehen Sie die Quellen Ihres Traffics. Filtern Sie nach „Organic Search“, um Ihre organischen Traffic-Zahlen zu erhalten.

  • Gehen Sie einen Schritt weiter und prüfen Sie den Bericht Engagement > Seiten und Bildschirme, um zu sehen, wie aktiv Ihre organischen Besucher sind.
  • Die Google Search Console liefert die präzisesten Daten zu den Zugriffen auf Ihre Website. Ihren organischen Traffic finden Sie im Bereich Übersicht.
  • SEMrush und Ahrefs bieten eine gute Übersicht über Ihre Traffic-Trends. Die genauesten Daten liefert jedoch die Google Search Console.

2. Keyword-Rankings

Die Überwachung von Keyword-Rankings zeigt, wie bestimmte Zielbegriffe auf den Suchergebnisseiten (SERPs) abschneiden. Agenturen benötigen diese Daten, um Keywords mit starker oder schwacher Performance zu identifizieren. So können Sie Rankings gezielt für Ihre Zielgruppe optimieren und bewerten, wie sich Rankingschwankungen auf Ihren organischen Traffic auswirken.

Hinweis: Berichten Sie Ihren Kunden mindestens monatlich über die Keyword-Ranking-Fortschritte, damit diese die Effektivität Ihrer SEO-Maßnahmen nachvollziehen können.

Wie trackt man Keyword-Rankings?

  • Nutzen Sie spezialisierte SEO-Tools wie SEMrush, Ahrefs oder Keywordtool.io, um Keyword-Rankings zu tracken. Diese bieten detaillierte Berichte zu Keyword-Performance, SERP-Features, Konkurrenz-Rankings und historischen Daten.
  • Gehen Sie in SEMrush auf Positions-Tracking, wählen Sie die Domain aus und analysieren Sie die Top-Keywords für Sichtbarkeit und Ranking-Gewinne.
  • In GA4 ist kein direktes Keyword-Ranking-Tracking möglich. Durch die Verknüpfung mit der Google Search Console können Sie jedoch Suchanfragen und den darüber generierten Traffic analysieren.

Hinweis: Für detaillierte Einblicke sollten Sie Tools nutzen, die speziell für das Rank-Tracking entwickelt wurden.

3. Share of Voice oder SERP-Sichtbarkeit

Der Share of Voice ist eine Marketing-Kennzahl, die den prozentualen Anteil der Sichtbarkeit einer Marke in den Suchergebnissen im Vergleich zur Konkurrenz darstellt. Sie gibt Aufschluss über die Marktpräsenz für bestimmte Keywords. Das Tracking hilft Ihnen, die Wettbewerbsposition Ihrer Kunden und die Wirksamkeit Ihrer SEO-Strategien zu verstehen.

Wie trackt man den Share of Voice?

Die meisten SEO-Tools bieten Funktionen zur Konkurrenzanalyse. In SEMrush können Sie den Share of Voice über die Tools „Organische Recherche“ und „Keyword-Gap“ tracken, um die Sichtbarkeit Ihrer Website mit Mitbewerbern zu vergleichen und Potenziale zu identifizieren.

4. Impressionen & Click-Through-Rate (CTR)

Impressionen zeigen, wie oft Seiten Ihrer Website in den Suchergebnissen angezeigt werden. Die Click-Through-Rate (CTR) gibt an, wie häufig Nutzer auf diese Ergebnisse klicken. Die CTR ist entscheidend, um die Wirkung Ihrer Meta-Titel und -Beschreibungen zu bewerten, während Impressionen zeigen, wie viel Wettbewerb für Ziel-Keywords besteht und wie gut Ihr Content optimiert ist.

  • Identifizieren Sie Seiten mit den höchsten Impressionen, um sie auf mehr Klicks zu optimieren
  • Identifizieren Sie schwach performende Seiten für gezielte Überarbeitungen
  • Belegen Sie Ihren Kunden Gewinne bei der SEO-Sichtbarkeit
  • Legen Sie Benchmarks für das Wachstum von Impressionen und CTR fest

Wie trackt man Impressionen und CTR?

Der beste Weg, Daten zu Impressionen und CTR über verschiedene Seiten und Suchanfragen (Keywords) hinweg zu tracken, ist die Google Search Console. Rufen Sie in der GSC unter dem Leistungsbericht den Punkt „Suchergebnisse“ auf. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen für Impressionen, Klicks und CTR im Übersichts-Tab und scrollen Sie nach unten. Dort können Sie die Daten nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten und mehr filtern und zwei Zeiträume vergleichen.

Backlinks und verweisende Domains sind zentrale Ranking-Faktoren für Suchmaschinen wie Google. Websites mit mehr Backlinks von autoritären Domains ranken in der Regel höher. Das Tracking dieser Daten ermöglicht es Ihnen, Ihre Domain-Autorität und Ihre SEO-Position im Blick zu behalten.

So identifizieren Sie neue Chancen für Linkbuilding und Partnerschaften. Die Analyse von Websites, die auf Konkurrenten, aber nicht auf Sie verlinken, deckt Potenziale für den Linkaufbau auf.

Die Beobachtung von Backlink-Trends im Zeitverlauf zeigt, ob Outreach, PR und Branding das Wachstum verweisender Domains fördern. Linkdaten helfen zudem dabei, minderwertige oder irrelevante Links zu identifizieren und deren Entfernung anzufragen, bevor sie der Reputation der Website schaden.

  • Führende SEO-Tools wie SEMrush und Ahrefs bieten dedizierte Linkbuilding-Berichte.
  • Nutzen Sie in SEMrush das Tool „Backlink-Analytics“. Geben Sie Ihre Domain ein, um ein vollständiges Backlink-Profil inklusive Anzahl der Backlinks, verweisenden Domains und Linktypen anzuzeigen.
  • Dieses Tool ermöglicht zudem eine detaillierte Analyse des Backlink-Wachstums im Zeitverlauf sowie den Vergleich mit Konkurrenten, um Ihre Linkaufbau-Strategie kontinuierlich zu verbessern.
  • Um weitere Backlink-Chancen zu entdecken, können Sie ein Bulk-Audit der Mitbewerber-Domains Ihrer Kunden durchführen.

6. Neue vs. wiederkehrende Nutzer

Die Analyse von neuen im Vergleich zu wiederkehrenden Besuchern gibt Einblicke in Kundenbindung und Nutzerloyalität. Das Wachstum neuer Besucher ist wichtig, um zu zeigen, wie viele potenzielle Neukunden Ihre Konten erreichen. Wiederkehrende Besucher zeigen hingegen, wie stark Ihre bestehende Zielgruppe mit Ihrem Content interagiert.

Hinweis: Es empfiehlt sich, ein gesundes Verhältnis zwischen neuen und wiederkehrenden Besuchern als Benchmark festzulegen und regelmäßig zu überwachen.

Das hilft Ihnen dabei, -

  • Ziele für die Umwandlung neuer Besucher in wiederkehrende Besucher zu definieren
  • Stärken und Schwächen beim Engagement zu identifizieren
  • Die Effektivität von Kundenbindungskampagnen zu bewerten
  • Das Verhältnis zwischen neuen und wiederkehrenden Besuchern zu überwachen
  • Den Kunden Fortschritte bei der Steigerung der Besucherloyalität zu präsentieren

Wie lässt sich das Verhältnis neuer vs. wiederkehrender Besucher nachverfolgen?

In GA4 gibt es unter Akquisition den Bericht Nutzergewinnung (User acquisition). Nutzen Sie diesen für neue vs. wiederkehrende Nutzer aus der organischen Suche. Die Daten aller Nutzer finden Sie im Bericht Traffic-Generierung. So erkennen Sie Trends beim Wachstum neuer Besucher und bei der Retention. Sie können auch eine sekundäre Dimension hinzufügen, um zu prüfen, wie viele Ihrer wiederkehrenden Nutzer angemeldet sind. Das zeigt Ihnen, wie intensiv angemeldete Nutzer mit Ihren Inhalten interagieren.

8. Engagement-Metriken

Engagement-Metriken wie Absprungrate, Durchschnittliche Engagement-Zeit und Sitzungen mit Engagement pro Nutzer sind für SEO entscheidend, da sie zeigen, wie effektiv Ihre Website die Bedürfnisse der Nutzer erfüllt und Besucher bindet.

Das Tracking dieser Metriken hilft, das Nutzerverhalten zu verstehen, Probleme mit Inhalten oder der User Experience zu erkennen und das Engagement zu optimieren. Dies kann sich positiv auf die Suchrankings und die Website-Performance Ihrer Kunden auswirken.

Wie lässt sich das Engagement nachverfolgen?

Allgemeine Engagement-Metriken können Sie in GA4 in den Berichten Nutzergewinnung und Traffic-Generierung nachverfolgen. Wenn Sie Daten auf Seitenebene benötigen, schauen Sie unter Seiten und Bildschirme in den Engagement-Berichten nach.

9. Conversion-Metriken

Für ein detailliertes SEO-Conversion-Tracking in GA4 sollten Sie sich auf Kennzahlen wie die Conversion-Rate (Prozentsatz der Sitzungen, die zu einer Conversion führen), die Gesamtzahl der Conversions und den Conversion-Wert (der den Conversions zugewiesene monetäre Wert) konzentrieren. Durch die Nachverfolgung dieser Werte können Sie messen, wie effektiv SEO wertvolle Aktionen auf Ihrer Website fördert, zur Performance-Optimierung beitragen und den finanziellen Impact Ihrer SEO-Strategien belegen.

Diese Metriken führen Sie auch zu einer weiteren wichtigen Kennzahl: dem ROI, der bei der Performance-Analyse für Ihre Agenturkunden unverzichtbar ist.

Wie lassen sich Conversions nachverfolgen?

In GA4 können Sie Conversions auf hoher Ebene für alle Nutzer aus der organischen Suche nachverfolgen oder eine Analyse auf Seitenebene durchführen. Wenn Sie mit E-Commerce-Marken arbeiten, finden Sie die Conversion-Zahlen im Bericht Monetarisierung. Dort sehen Sie alle E-Commerce-Käufe sowie die Purchase Journey der Käufer und können prüfen, ob diese über organische Kanäle kamen.

Wenn Sie weitere Conversion-Metriken nachverfolgen möchten, können Sie in GA Ereignisse („Events“) für Ihre Website erstellen. In den Akquisitions- und Engagement-Berichten von GA4 lassen sich dann Kennzahlen wie Ereignisse gesamt, Ereignisse pro Nutzer, Conversion-Rate etc. auswerten.

9. Brand- vs. Non-Brand-Sichtbarkeit

Brand-Sichtbarkeit bezieht sich auf die Präsenz Ihres Markennamens oder zugehöriger Begriffe in den Suchergebnissen, während sich Non-Brand-Sichtbarkeit auf generische oder branchenspezifische Keywords bezieht, die nicht direkt an Ihre Marke gebunden sind.

Sie hilft Ihnen, die Effektivität Ihrer Branding-Maßnahmen zu beurteilen und Potenziale bei der Ausrichtung auf relevante Keywords zu identifizieren. Die Analyse von Brand- vs. Non-Brand-Sichtbarkeit zeigt Ihnen, wie stark Ihre Markenbekanntheit ist und welche Auswirkungen Marketingkampagnen auf den organischen Such-Traffic haben.

Erstens hilft sie zu verstehen, wie sich Ihre SEO-Maßnahmen auf verschiedene Aspekte der Online-Präsenz Ihrer Kunden auswirken. Durch das Monitoring der Brand-Sichtbarkeit können Sie beurteilen, wie gut Ihre Kunden für spezifische Brand-Begriffe ranken, die direkt mit ihrem Unternehmen zusammenhängen.

Zweitens ermöglicht das Tracking der Non-Brand-Sichtbarkeit die Bewertung, wie effektiv Sie auf generischere Keywords rund um die Produkte oder Dienstleistungen Ihrer Kunden optimieren. Diese Metrik gibt Aufschluss darüber, wie gut Ihre SEO-Strategien organischen Traffic generieren und die Sichtbarkeit bei potenziellen Kunden erhöhen, die die Marke noch nicht kennen.

Durch das aktive Monitoring beider Sichtbarkeitsmetriken im Bereich SEO können Sie Ihre Strategien gezielt anpassen, um die Performance in Suchmaschinen insgesamt zu maximieren und eine ausgewogene Online-Präsenz Ihrer Kunden sicherzustellen.

Wie lässt sich die Brand- und Non-Brand-Sichtbarkeit nachverfolgen?

Eine Möglichkeit zur Erfassung der Brand-Sichtbarkeit besteht in der Analyse des organischen Such-Traffics für Brand-Keywords, die spezifisch für Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte sind. So messen Sie den direkten Einfluss Ihrer Markenbekanntheit auf die Suchergebnisse.

  • Um die Non-Brand-Sichtbarkeit zu erfassen, analysieren Sie den organischen Such-Traffic über generische oder branchenbezogene Keywords ohne direkten Markenbezug. Die Performance dieser Non-Brand-Begriffe zeigt Ihnen, wie gut Ihre SEO-Strategien neue Zielgruppen ansprechen und organischen Traffic steigern.

  • Google Analytics und die Search Console liefern wertvolle Daten zu Brand- und Non-Brand-Sichtbarkeitsmetriken wie organischen Klickraten (CTR), Keyword-Rankings und Traffic-Quellen der Website. Das regelmäßige Monitoring dieser SEO-Metriken hilft Ihnen, Ihre digitalen Marketingmaßnahmen zu optimieren und sowohl die Brand- als auch die Non-Brand-Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu verbessern.

10. Website-Health-Metriken

Wenn Sie als SEO-Experte mehrere Accounts betreuen, kann das Vernachlässigen von Website-Health-Metriken den Erfolg Ihrer Kunden im Internet erheblich beeinträchtigen. Diese Kennzahlen fungieren als Kompass, der Ihre Arbeit in mehreren entscheidenden Bereichen leitet.

Erstens helfen sie dabei, technische SEO-Probleme wie Crawling-Fehler, defekte Links und langsame Ladezeiten zu identifizieren und zu beheben. Solche Hürden verhindern, dass Suchmaschinen die Websites Ihrer Kunden effizient indexieren, was deren Sichtbarkeit schadet. Zudem liefern diese Metriken Aufschluss über die Mobilfreundlichkeit – ein kritischer Faktor sowohl für die User Experience als auch für die Rankings in Suchmaschinen.

Durch den Vergleich der Performance Ihrer Kunden mit Branchenstandards und Wettbewerbsdaten können Sie Verbesserungspotenziale identifizieren und SEO-Strategien priorisieren.

Wie lassen sich Website-Health-Metriken nachverfolgen?

  • Google Search Console: Bietet Einblicke in Crawlbarkeit, Indexierung und Mobilfreundlichkeit einer Website. Hilft zudem beim Aufspüren defekter Links und potenzieller SEO-Probleme.
  • Google Analytics: Liefert detaillierte Daten zu Website-Traffic, Nutzerverhalten und Conversions. Erlaubt das Tracking zentraler Kennzahlen wie Seitenaufrufe, Absprungrate und Verweildauer.

  • PageSpeed Insights: Analysiert die Ladezeit Ihrer Website auf Desktop- und Mobilgeräten. Bietet Optimierungsvorschläge für eine bessere Performance.
  • Uber Suggest: Ein kostenpflichtiges Tool, von dem auch eine Gratisversion verfügbar ist. Damit lässt sich ein tiefgehendes Website-Audit durchführen, das wesentliche SEO-Probleme aufdeckt.

11. Top-Ausstiegsseiten

Top-Ausstiegsseiten zeigen Inhalte auf, die Besucher dazu bringen, die Website zu verlassen. Sie helfen dabei, Usability-Probleme und inhaltliche Lücken zu erkennen, die die Nutzer nicht ausreichend binden. Durch die Optimierung dieser Ausstiegsseiten können Sie Seitenelemente verbessern, die Besucher vertreiben, und so die Absprünge reduzieren.

Wie lassen sich Ausstiegsseiten nachverfolgen?

Eine besonders einfache Methode besteht darin, im GA4-Dashboard im Suchfeld „Top exit pages“ einzugeben – das System zeigt automatisch die Seiten mit den höchsten Ausstiegen an.

Für eine detailliertere Ansicht können Sie benutzerdefinierte Berichte erstellen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

Um Top-Ausstiegsseiten in Google Analytics 4 (GA4) nachzuverfolgen, führen Sie diese Schritte aus. Anders als Universal Analytics bietet GA4 keinen direkten Bericht für „Ausstiegsseiten“, aber Sie können die Berichte „Engagement“ und „Ereignisse“ nutzen, um ähnliche Erkenntnisse zu gewinnen. So funktioniert es:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google Analytics-Konto an und stellen Sie sicher, dass Sie die richtige GA4-Property für Ihre Website ausgewählt haben.
  2. Klicken Sie in der linken Seitenleiste auf „Berichte“, um die Optionen einzublenden.
  3. Navigieren Sie im Bereich „Berichte“ zu „Engagement“ und klicken Sie auf „Seiten und Bildschirme“. Dieser Bericht zeigt die von Ihren Nutzern aufgerufenen Seiten/Bildschirme.
  4. Im Bericht „Seiten und Bildschirme“ finden Sie Daten zu Seitenaufrufen, Nutzern und weiteren Engagement-Metriken. Um Ausstiegsseiten zu identifizieren, prüfen Sie die Ereignisse – insbesondere das Ereignis „session_end“, das das Ende einer Nutzersitzung und damit meist den Ausstieg von der Website signalisiert.

Um den Fokus auf Ausstiege zu legen, müssen Sie möglicherweise Ihren Bericht anpassen oder eine neue Analyse im Bereich „Explorative Datenanalyse“ (Explore) erstellen. Dort können Sie gezielt Ereignisse oder Bedingungen analysieren, die zum Ende einer Sitzung führen.

  1. Gehen Sie in GA4 in der linken Seitenleiste auf „Explorative Datenanalyse“.
  2. Erstellen Sie eine neue Analyse und wählen Sie „Freie Form“ oder eine andere Vorlage, die Ihren Analyseanforderungen entspricht.
  3. Fügen Sie in Ihrer Analyse „Ereignisname“ als Dimension hinzu und filtern Sie nach „session_end“ oder ähnlichen Ereignissen, die auf einen Ausstieg hinweisen könnten.
  4. Fügen Sie „Seitenpfad und Bildschirmklasse“ (oder eine ähnliche Dimension) hinzu, um zu sehen, welche Seiten vor dem Ende der Sitzung zuletzt besucht wurden.
  5. Konfigurieren Sie Ihre Messwerte zur Analyse dieser Ausstiege, z. B. durch Zählen eindeutiger Ereignisse oder Sitzungen.
  6. Sobald Ihre Analyse eingerichtet ist, können Sie auswerten, welche Seiten häufig als letzte vor dem Sitzungsende besucht wurden. Das gibt Ihnen Aufschluss über potenzielle Hauptausstiegsseiten.

Nutzen Sie diese Daten, um zu untersuchen, warum diese Seiten hohe Ausstiegsraten aufweisen. Berücksichtigen Sie Aspekte wie Seiteninhalte, User Experience, Calls-to-Action und Ladezeiten. Setzen Sie auf Basis Ihrer Erkenntnisse Optimierungen um und beobachten Sie die Veränderungen im Laufe der Zeit.

Denken Sie daran: Der Datenansatz von GA4 ist ereignisbasiert und flexibler, erfordert jedoch möglicherweise etwas mehr Einrichtungsaufwand, um genau die Berichte zu erhalten, die Sie aus Universal Analytics gewohnt sind. Der Bereich „Explorative Datenanalyse“ eignet sich besonders gut für benutzerdefinierte Analysen wie das Tracking von Ausstiegsseiten. Es lohnt sich also, sich mit den Funktionen vertraut zu machen. Sie können dieselbe Berichtsvorlage für jeden Kunden verwenden.

12. SEO-Kennzahlen der Konkurrenz

Ein Blick auf den SEO-Status Ihrer Mitbewerber gibt Ihnen ein gutes Gefühl dafür, wie sich die Branche entwickelt, und ermöglicht Ihnen, neue Taktiken und Best Practices aufzugreifen. Zwar erhalten Sie keinen Einblick in deren interne Kennzahlen wie Engagement und Conversions, wohl aber in die übergreifende Performance und den Website-Traffic. Einige wichtige Mitbewerber-Metriken sind:

  • Keyword-Rankings und Gap-Analysen
  • Backlink-Profil
  • Content-Metriken (Topical Authority, Topic Clusters etc.)

Wie lassen sich die SEO-Kennzahlen der Konkurrenz nachverfolgen?

SEO-Tools wie SEMrush und AHref bieten Analyse-Tools für Mitbewerber, die Ihnen einen Überblick über all diese Kennzahlen für konkurrierende Domains verschaffen. Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, können Sie mit Tools wie Ubersuggest auch ein umfassendes Audit für die Domain Ihres Mitbewerbers durchführen.

13. Autoritätsmetriken (Domain Authority, Trust Flow)

Die Überwachung von Autoritätsmetriken wie Domain Authority (DA) und Trust Flow ist entscheidend, um Ihren SEO-Fortschritt zu messen und Ihre Strategie anzupassen. Auch wenn diese Metriken keine direkten Ranking-Faktoren sind, liefern sie wertvolle Erkenntnisse.

Indem Sie Ihre DA im Zeitverlauf nachverfolgen, sehen Sie, wie effektiv Ihre SEO-Maßnahmen – wie Linkbuilding und Content-Erstellung – beim Aufbau der Autorität und Vertrauenswürdigkeit Ihres Kunden sind. Das hilft Ihnen, am Ball zu bleiben und Optimierungspotenziale zu erkennen.

Zudem hilft Ihnen der Vergleich Ihrer DA mit der Konkurrenz, das Wettbewerbsumfeld zu verstehen und realistische Benchmarks für das eigene Wachstum zu setzen. Denken Sie daran, dass diese Kennzahlen nur als Orientierung dienen: Eine nachhaltige SEO-Strategie sollte stets auch auf hochwertige Inhalte, User Experience und Onpage-Optimierung setzen.

Wie lassen sich Autoritätsmetriken nachverfolgen?

Alle führenden SEO-Tools wie SEMrush und Ahref bieten Funktionen zur Prüfung der Autorität. Sie können Ihre Domain-Authority-Metriken hier überprüfen.

„Es geht nicht darum, gar keine Metriken zu erfassen. Vielmehr geht es darum zu verstehen, auf welche Metriken man optimieren sollte und welche zeigen, dass man die richtigen Schritte unternimmt, um seine Ziele zu erreichen. Agenturen berichten beispielsweise über Keyword-Rankings, manchmal jedoch für sehr allgemeine Keywords, die nur am Rande mit dem Produkt des Kunden zu tun haben – was die Metrik irrelevant macht.

Oder sie berichten über Traffic, aber nichts davon konvertiert – womit auch nichts gewonnen ist. Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht und das Verständnis dafür, wie die Metriken zusammenspielen und zum Gesamtziel beitragen“, ergänzt Maeva zur Priorisierung von Kennzahlen. 

Fazit…

Durch die Überwachung wichtiger SEO-Kennzahlen wie organischer Traffic, Keyword-Rankings, User Engagement und Backlink-Profile gewinnen Sie wertvolle Einblicke in die Suchmaschinen-Performance und User Experience Ihrer Website. Nutzen Sie kostenlose und kostenpflichtige Tools, um diese Kennzahlen zu verfolgen und Strategien der Konkurrenz zu analysieren – aber denken Sie daran: SEO ist ein Marathon, kein Sprint.

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